Von Jan Ledóchowski

Sexualität ist viel mehr als nur ein biologischer Akt. Sexualität ist höchstintim, höchstpersönlich, hochkomplex und vor allem zutiefst verwoben mit fundamentalen Werten und Eigenschaften, wie Verantwortung, Vertrauen, Treue, Beziehungsfähigkeit, geschlechtlicher Identität, Beziehungsfähigkeit und letztlich Liebe. Eine gesunde Sexualität setzt Reife voraus. Das ist auch der Grund, für das natürliche sehr starke Schamgefühl, das Kinder angesichts von Sexualität empfinden. Das gilt insbesondere für kleine Kinder, denen das Bewusstsein für Sexualität noch völlig fehlt.

Dieses Schamgefühl ist gesund, es schützt sie vor Missbrauch und die meisten Eltern tun alles, um ihren Kindern diesen Schutz zu gewähren. Deshalb ist der Bericht in der Krone über einen Vorfall an einer Wiener Volksschule besonders erschütternd. Sechs- bis zehnjährigen Kinder wurden in derber Sprache und anhand von Puppen mit Sexualpraktiken, Masturbation und Verhütungsmethoden konfrontiert. Ich kenne einige der Eltern und ich habe mit ihnen gesprochen. Ihre Kinder wurden „verletzt“ und verstört. Das Vorrecht der Eltern, ihre Kinder zu schützen und über die Art und Weise der Aufklärung zu bestimmen, wurde grob verletzt. Verständnis für ihre Empörung gab es an der Schule keine und der Gang an die Medien war die einzige Möglichkeit zumindest weiteres Unheil zu verhindern. Für die eigenen Kinder war es bereits zu spät.

Wir alle müssen diesen mutigen Eltern unendlich dankbar sein! Endlich wird in den Medien über diese Form des Missbrauchs berichtet! Vielleicht macht dieser Bericht noch vielen weiteren Eltern Mut, in den Kindergärten und Schulen das Thema der Sexualpädagogik anzusprechen und vorab eine Offenlegung der Inhalte und Methodik zu verlangen. Vor allem bei externen Aufklärungsvereinen ist Vorsicht angebracht. Welche Vereine hierfür zugelassen werden sollen, wird von einer Akkreditierungskommission des Bildungsministerium entschieden, deren Besetzung naturgemäß entscheidend sein wird. Wir sollten diesen traurigen Fall zum Anlass nehmen, gegenüber den zuständigen Behörden und politischen Instanzen konstruktive Kritik zu üben und Forderungen zu erheben.

Das Schamgefühl von Kindern ist zu respektieren! Sie dürfen nicht fragwürdigen und kontroversen Werten und Ideologien ausgesetzt werden! Der Unterricht muss altersgemäß sein. Eltern sind immer rechtzeitig in den schulischen Sexualunterricht einzubinden!

Die Kinder haben keine andere Lobby als ihre Eltern. Von anderen die richtigen Entscheidungen für unsere Kinder zu erwarten wäre ein großer Fehler!

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Haben Sie negative Erfahrungen mit Sexualunterricht gemacht? Dann erzählen Sie bitte hier ihre Geschichte: www.kindergerecht.at – eine Initiative von Suha Dejmek und der Plattform Christdemokratie

Leserbrief-Seite der Krone: https://www.krone.at/588161 (Danke, dass das Thema endlich aufgegriffen wurde, denn so denken 99 % der Eltern. Leider ist das kein Einzelfall, denn v.a. bei externen Vereinen, die an Schulen kommen, gibt es viele Probleme. Bitte weiter darüber berichten!)

Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr – Amtsführender Stadtrat für Bildung, Jugend, Integration und Transparenz: christoph.wiederkehr@wien.gv.at

Bildungsdirektor Wien, Mag. Heinrich Himmer: heinrich.himmer@bildung-wien.gv.at

Bundesminister für Bildung, Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann: heinz.fassmann@bmbwf.gv.at

 

Kritik und Forderungen: https://kindergerecht.at/

Akkreditierungsverfahren von externen Sexualkundevereinen: https://www.ief.at/at-sexualerziehung-akkreditierung-sexualpaedagogikvereine-vertagt/

WHO Kritieren: https://www.ief.at/50-jahre-sexualpaedagogik-an-oesterreichs-schulen/

Video über die WHO Kriterien: https://www.youtube.com/watch?v=udz0A5Eh-D4&feature=youtu.be

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