von Jan Ledóchowski

Es war ein intensiver Abend zum Thema Kunst, Kirche und Konflikt. Hier ein kurzes Resümee von meiner Seite:
Ich habe in der Debatte bewusst auf zwei Ebenen argumentiert. Auf der subjektiven Ebene habe ich die Erfahrungen christlicher Flüchtlinge eingebracht, die für ihren Glauben alles riskiert haben. Diese reale Betroffenheit hat mein Gegenüber argumentativ in eine sehr schwierige Lage gebracht, da sich dieser Perspektive kaum ausweichen lässt.

Ich bin jedoch nicht bei dieser rein subjektiven Beschreibung stehen geblieben. Mir ging es darum, den Bogen zur gesamtgesellschaftlichen Ebene zu spannen, Wir brauchen das Kreuz und die christliche Symbolik als unverzichtbare Identitätsmerkmale unserer Gesellschaft, Gerade in einer Zeit des Umbruchs und unter dem aktuellen Migrationsdruck ist eine respektlose Auseinandersetzung mit unserer Ikonografie kein harmloses Spiel mehr, sondern ein Spiel mit dem Feuer. Bei solchen Debatten ist mein Ansatz, dass jede unnötige Schärfe im Ton eher von der Sache ablenkt, wir bleiben in der Sache hart, aber im Ton verbindlich, damit unsere Argumente die volle Aufmerksamkeit erhalten. Sehr bedaure ich, gegen Ende nicht nicht gewusst zu haben, dass es bereits die Schlussrunde ist. Diese wollte ich nutzen, um ausschließlich positiv und versöhnlich von der positiven und befreienden frohen christlichen Botschaft des Evangeliums und Jesu zu sprechen.